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Die Synode in Grono stimmte der Aufnahme von drei neuen Pfarrpersonen zu und verabschiedete mehrere Gesetzesvorlagen.
In geschlossener Sitzung wählte die Synode eine Pfarrerin und zwei Pfarrer. Diese sind damit berechtigt zum Pfarrdienst in Graubünden. Gewählt wurden Tania Guillaume von den Kirchgemeinden Schiers und Grüsch-Fanas, Lukas Baumann, Waltensburg-Schnaus, und Christian Wermbter, Bever-La Punt/Chamues-ch. Alle drei werden am Sonntag im Gottesdienst der Ordinations- und Rezeptionsfeier aufgenommen.
Effizientere Geschäftsordnung für Evangelischen Grossen Rat
Die Geschäftsordnung des kirchlichen Parlaments, des Evangelischen Grossen Rats, stammt aus dem Jahr 1981. Seit dieser Zeit wurde zwar das Parlamentsrecht des politischen Grossen Rats mehrfach verändert, das kirchliche Recht aber nicht. "Es ging uns um mehr Effizienz und Verbindlichkeit", sagte Grossrat Martin Jäger, der für die Vorberatungskommission das Geschäft vertrat. So etwa sollen sich Grossräte in Zukunft nicht mehr vertreten lassen können und verbindlicher im Rat mitarbeiten. Ein Vorschlag Romedi Arquints, vermehrt Arbeitsgruppen zur Beratung aktueller oder nachhaltiger kirchlicher Fragen einzusetzen, wurde abgelehnt.
Diskussionen gab es um das Projekt einer internen Hotline für Pfarrerstellvertretungen im Kanton. Diese Hotline soll vorerst für eine Probezeit von zwei Jahren eingeführt werden. Die Synode nahm Kenntnis von Berichten über Behindertenseelsorge, Notfallseelsorge, den Bündner Kirchenboten, den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und über die kirchlichen Hilfswerke Heks und Brot für alle.
Eignungsprüfung für Bündner Kirche
Ausländische Pfarrerinnen und Pfarrer, die sich um eine Stelle in Graubünden bewerben, müssen neu eine Ergänzungsprüfung ablegen. Die Synode verabschiedete eine entsprechende Verordnung, mit der die Eignung von Kandidaten für die Verhältnisse in der Bündner Kirche festgestellt werden soll. Diese Prüfung soll nicht wiederholbar sein - ein gegensätzlich lautender Antrag wurde mit der Stimme des Kirchenrats bei Stimmengleichheit abgelehnt.
Kirchgemeindepräsident Daniele De Patre stellte die Evangelische Kirchgemeinde Mesolcina-Calanca vor, die erst 1984 im katholisch geprägten Misox gegründet wurde. Die Kirchgemeinde existierte die ersten drei Jahre ohne eigenen Pfarrer, bevor vor 18 Jahren mit dem Bergeller und Ex-Dekan Alberto Pool der erste und bisher einzige Pfarrer gewählt werden konnte. Ein eigenes Gemeindezentrum, das Centro Evangelico, wurde 1996 in Grono eingeweiht. |